Rheintour Blog

Neues aus Eltville: Baron zu Knyphausen und der Draiser Hof.

In Eltville macht es die Runde, dass sich im Draiser Hof in Erbach sehr viel tut. Frederik, Freiherr zu Knyphausen, der 2015  das Anwesen von seinem Vater übernommen hat, hat bereits in kurzer Zeit einiges verändert. So wurde beispielsweise 2016 die  “Weinlounge 1141” eröffnet, die im hinteren Teil des wunderschönen Anwesens liegt und in dem man in gemütlichen Lounge-Möbeln träumen und chillen kann – natürlich bei hauseigenem Wein.

Ich habe mich mit Frederik, Freiherr zu Knyphausen, getroffen, um mehr von seinen Plänen zu erfahren.

Das Gespräch fand in einem Raum im Haupthaus statt, in dem sich auch eine Feriensuite mit der originellen Fassbadewanne und eine Ferienwohnung mit Industriedesign befinden. Die anderen Zimmer sind im alten Kelter- und Belegschaftshaus untergebracht. Natürlich wollte ich auch einiges über die Historie  des Adelsgeschlechtes und des Anwesens erfahren, vor allen Dingen nicht das, was man in diversen Blogs oder Interviews lesen kann, nämlich dass der “Draiser Hof” ursprünglich eine Dependance von Kloster Eberbach war, dass die Liegenschaft im Rahmen der Säkularisation dem Herzog zu Nassau zugeordnet wurden, der es wiederum seinem Staatsminister Hans-Christoph von Gagern schenkte, der das Gut 1818 an die Familie zu Knyphausen verkaufte und das seitdem in deren Besitz ist, ist landläufig bekannt.

Eine alte Lagekarte

Frederik, Freiherr zu Knyphausen hat mir aber auch Historisches erzählt, von dem ich bisher nichts wußte. Sein Vater, Gerko, Freiherr zu Knyphausen, erbte im Alter von 6 Jahren den “Draiser Hof”, der über umfangreiche Ländereien in und um Erbach verfügte. Das heutige “Toom-Markt”-Gelände war  ein Erdbeerfeld, das sich links anschließende Gelände der “Winzergenossenschaft” gehörte genauso wie das Areal von “Jean Müller” ebenfalls früher zum “Draiser Hof”. Wo sich heute die Weinlounge befindet wurden bis vor 10 Jahren noch Obst und Gemüse für den Eigenbedarf der Gutsbesitzer angebaut.

Frederik, Freiherr zu Knyphausen, begann 2015 mit der wirtschaftlichen Neuausrichtung des Anwesens. 2016 wird, wie erwähnt, die “Weinlounge” eröffnet, die sich bei schönem Wetter sehr großer Beliebtheit erfreut.

Die Weinlounge auf dem Gelände des “Draiser Hof”

Das Hotel, das mittlerweile über 9 Zimmer, 2 Appartements und eine Suite verfügt, wurde weiter verschönert, hinzu kamen das Ferienappartement, die Feriensuite im Gutshaus sowie ein Ferienhaus in den Reihenhäusern vor dem Hof. Für die Dauer der “Rheingauer Schlemmerwoche” wird im Gutshaus ein Pop Up Restaurant eröffnen, das von Nachwuchskoch Maximilian Schultz von der Kochwerkstatt Wiesbaden geleitet wird, der u.a.auf der Internorga den “Next Chief Award“  gewonnen hat. Das Restaurant bleibt dieses Jahr über die Schlemmerwoche hinaus bis zum 13.5. geöffnet, so daß man auch während des Deutschen Sekttages am 12. und 13. Mai dort einkehren kann.

Für das 10 ha umfassende VDP.Weingut sowie für die “Weinmanufaktur Knyphausen”, hat Frederik den jungen Kellermeister und langjährigen Mitarbeiter Arne Wilken eingestellt, der auch den Wein geschmacklich neu ausrichtet. Für das VDP.Weingut werden ausschließlich Trauben aus der eigenen Erzeugung verwendet, für die “Weinmanufaktur” auch  zugekaufter Most von ausgesuchten Winzern.

Baron Freiherr zu Knyphausen mit seinem Kellermeister Arne Wilken

Nun steht aber der nächste, und dieses Mal ein sehr weitreichender Schritt bevor: Die ehemalige Traktorenhalle sowie der angrenzende Werkstattbereich werden in einem neuen Anbau untergebracht. Auf der freigewordenen Fläche entsteht der  ” Erlebnis-Shop rund um den Wein und regionalen Produkten“ . Dieser besteht aus einem Hofladen sowie einer Weinbar. Angeboten werden sollen neben dem Wein auch Produkte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, beispielsweise Honig von einem Imker, der bereits ein Bienenvolk auf dem Gelände hinter der “Weinlounge” angesiedelt hat, aber auch Schinken, Käse, Wurst und andere Spezialitäten von Anbietern aus der Region.

Der Umbau ist im Gange

Zukünftig sollen auch die Hotelgäste des Gutshotel in der Weinbar frühstücken können, von der man durch ein großes Fenster Einblick in die Produktionshalle haben wird.

An verschiedenen Stationen soll man  über den Wein, den Anbau und die Verarbeitung etwas lernen und erleben können. Natürlich kann man das Sortiment der Knyphausen-Weine probieren und kennenlernen.  Frederik zu Knyphausen überlegt zu dem, ob der einstige “Knyphausen-Taler” vielleicht eine Renaissance erleben wird – wir sind gespannt!

Der Zeitplan des Umbaus ist ambitioniert und wird durch ein Wiesbadener Architekturbüro in Zusammenarbeit mit einer Architektin geleitet. Der Erlebnis-Shop soll Anfang Juli 2018 eröffnen.

Die Saison wird mit dem  “Frühlingserwachen” in der Weinlounge  am 24.3. und 25.3. eröffnet. Über die zahlreichen anderen, interessanten Veranstaltungen, weist dieser Link hin:

https://www.baron-knyphausen.de/veranstaltung/ .



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