Rheintour Blog

Kaub-Ein Kleinod, an dem man nicht vorbeifahren sollte!

sKaub am Rhein, die Stadt, mit der man 2 Dinge verbindet. Ersten die Zollburg Pfalzgrafenstein und Zweitens die Neujahrsnacht 1813, als Blücher mit zehntausenden von Soldaten, mit Pferden und Kanonen das Unmögliche schaffte-die Überquerung des Rheins und damit letztendlich das Zurücktreiben Napoleon’s nach Frankreich..

Die Pfalzgrafenstein bei Kaub

Kaub durch den Bahndamm gegen den Lärm der B42 und dem fast jährlich, in unterschiedlicher Ausprägung, wiederkehrenden Hochwasser geschützt. Der Bahnlärm ist wohl die Barrikade, die verhindert, dass Touristen aus nah und fern die B 42 verlassen, um jeneits der Mauer das geschichtsträchtige Kaub zu besuchen.

Das Stadtbild entlang der Zollstraße ist sehr gepflegt und man fühlt sich in die Geschichtsträchtigkeit von Kaub ein wenig eingebunden. Haben Sie Lust mal unter dem Schutz des Chefs des Generalstabes der Schlesischen Armee, Graf Neidhard von Gneisenau zu speisen oder auch einen der guten Kauber Weine zu trinken? Auch das ist in Kaub möglich:

Der “Dicke Turm” überragt nach Süden das Stadtbild und man kann an ihm erkennen, daß schon 400 Jahre vor Blücher Kaub eine wehrhafte Stadt war.


Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Kaub Schiefer abgebaut, daher sollte man als nächsten Halt den “Wilhelm Erbstollen” besuchen, dem gegenüber das ehemalige Schiefermahlwerk liegt, das nun ein hervorragend restauriertes Wohnhaus ist.

Der Gästeführer, Franz Rischen, den Sie über das Touristenbüro (06774-222) buchen können, weiss Vieles und Interessantes zum Thema Schieferabbau und -verarbeitung in Kaub. Seine Führung ist spannend und auch für Kinder sehr geeignet!

Jetzt geht es wieder zurück zur Zollstraße, auf die man, vom “Dicken Turm” kommend, einen schönen Blick hat.

Kurz vor der Jugendherberge liegt das Kurpfälzische Amtshaus von1485




Auf der rechten Straßenseite liegt auch die Jugendherberge, die für 25 Mio.€ wunderschön restauriert wurde. Weshalb die Kosten so hoch waren, kann man erahnen, wenn man sich die Fotos ansieht. Der Zustand war mehr als erbärmlich.

Die Jugendherberge verfügt über 136 Betten und ist ein hervorragender Ausgangspunkt, um das Obere Mittelrheintal zu erkunden, Rheinsteigwanderungen zu unternehmen oder auf dem “Kulturweg Kaub” zu wandeln.

Oberhalb der Jugendherberge liegt das Hotel “Zum Turm” in dem man sehr gut speisen kann und von dessen Freisitz man einen schönen Blick in die Metzgergasse und auf die Pfalzgrafenstein hat.

In der Metzgergasse befindet sich auch das “Blücher Museum”, das sich natürlich vornehmlich mit der Rheinüberquerung der Truppen 1813 beschäftigt.

Das “Blücher-Museum” war seinerzeit auch das Hauptquartier Blücher’s und seiner Generäle und ist fast ein Muß, wenn man in Kaub ist. Das Museum ist von April bis Mitte November täglich außer Montag von 11h bis 17h geöffnet.


So (oder so ähnlich) muß es an Neujahr am Rheinufer in Kaub ausgesehen haben, als Blücher mit 50.000 Soldaten, 15.000 Pferden und 180 Kanonen den Rhein überquerte:

Eine weitere Beonderheit hat Kaub zu bieten. Die St. Trinitatis (ev.) und St. Nikolaus-Kirche (kath.) befinden sich in ein und dem selben Kirchengebäude, wobei die evangelische Kirche aus dem 12 Jahrhundert stammt und der 27 Meter hohe Kirchsturm früher Bestandteil der Stadtmauer war. 1771/1772 wurde der katholische Teil der Kirche angebaut, dessen Glocken außerhalb der Kirche am Felsen, unweit des sogenannten “Grafen Haus” steht. Die Glocken klingen also unterschiedlich zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche.

Für E-Biker ist natürlich auch gesorgt, denn mit “normalen” Fahrrädern ist es Vielen zu mühsam in die Berge oberhalb von Kaub zu radeln. In Dörscheid zu rasten lohnt sich auch für Rheinsteigwanderer, denn das “Loreley Hotel Fetz” ist weit über die Region hinaus wegen seiner exzellenten Küche und dem wunderschönen Blick über das Rheintal bekannt. In dem neurenovierten Hotel nächtigt es sich übrigens auch hervorragend!

Zu erwähnen ist noch das Lotesmuseum, das allerdings außerhalb der Stadtmauer liegt, gegenüber von “Benno’s Truck Stop”, in dem ich sehr gerne mal ‘ne Rast mache. Den Lärm der Bahn hört man nach einer Weile zum Glück nicht mehr, ich hoffe auf eine Bahn-Brechende Erfindung, damit diese Geräusche bald aus dem Rheintal verschwunden sind!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben viel Spaß bei der Erkundung von Kaub, dem Städtchen, das viel mehr zu bieten hat, als nur den Blick auf die Pfalzgrafenstein! “Let’s do it”!

Traut Euch und kommt nach Kaub!

2 Kommentare zu “Kaub-Ein Kleinod, an dem man nicht vorbeifahren sollte!

  1. Volker Zimmermann

    Man sollte nicht verpassen , der Historischen Weinstube
    Uff de Bach in einem 500 Jahre alten gotischen Fachwerkhaus , einen Besuch abzustatten.
    Leider nicht regelmässig geöffnet.

  2. Norbert Rößler

    In Kaub gibt es wieder eine ganze Reihe gemütlicher Restaurants, Gasthäuser und Weinstuben. Einfach hinfahren und ausprobieren!

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