Rheintour Blog

Wissenswertes über die Burg Liebenstein

Die Burg wurde vermutlich im 13. Jahrhundert als Vorburg zur Burg Sterrenberg gebaut. Beide Burgen waren Lehen der Herren von Bolanden (später Sponheim-Dannenfels). Albrecht von Löwenstein, Ehemann der Luccardis von Bolanden, ließ diese Vorburg in den Jahren 1284 bis 1290 ausbauen gegen deren Onkel Werner VI. von Bolanden auf Burg Sterrenberg, der seiner Nichte diesen Besitz streitig machen wollte.

1294 musste die Burg an die Herren Ritter Siegfried Schenk von Sterrenberg und Ludwig von Sterrenberg mit Sitz auf der Nachbarburg verkauft werden. Diese nannten sich nunmehr „von Liebenstein“. Während Burg Sterrenberg von Kurtrier eingenommen wurde, blieb Burg Liebenstein als Ganerbenburg im Familienbesitz. Es erfolgten weitere Ausbauten (1363 Torturm, um 1380 Wehrturm). Im 14. oder 15. Jahrhundert wurde auch der Haupt-Wohnturm errichtet. In der Folgezeit lebten bis zu zehn Erbparteien auf der Burg, die alle ihre eigenen Wehrtürme und Wohnbauten errichteten. Diese Struktur ist heute noch erkennbar.

Im 14. Jahrhundert wurde auf Burg Sterrenberg von Kurtrier die zweite Schildmauer als so genannte „Streitmauer“, wohl gegen Burg Liebenstein gerichtet, erbaut – dies ist der historische Kern der Sage von den „Feindlichen Brüdern“.

1529 war die Burg so weit verfallen, dass sie unbewohnbar war. Zu den bedeutenden Lehensträgern gehört Franz Friedrich von Liebenstein, Hofmeister, Oberamtmann und oberster Befehlshaber der Stadt und Burg Saarbrücken, der 1596 nach seinem Tod in Osterspai in der Stiftskirche Sankt Arnual beigesetzt wurde. 1637 ging sie nach Aussterben der Liebensteiner an den Kurmainzer Kanzler Gerhard von Waldenburg über. Als Karl Frhr. v. Waldenburg gen. Schenkern kinderlos blieb, wurde Georg Ernst Ludwig von Preuschen von und zu Liebenstein, „fürstlich Oranien-Nassauer geheimer Rat und Regierungspräsident“ zu Dillenburg 1783 durch das fürstliche Gesamthaus Nassau mit der reichsunmittelbaren Burg Liebenstein und dem Dorf Osterspai belehnt. Rudolf Frhr. von Preuschen von und zu Liebenstein ließ in den Jahren 1977 und 1978 umfangreiche Restaurierungsarbeiten vornehmen.

Heute befindet sich in der Burg ein Hotel mit einem Restaurant. Es ist sehr gemütlich eingerichtet und bietet einen wunderschönen Blick ins Rheintal. Wenn Sie sich mal als Graf, Baron oder Burgfräulein fühlen möchten, können wir Ihnen das Hotel empfehlen. Außerdem gibt es dort auch die Möglichkeit standesamtlich zu heiraten!

Der Speisesaal in der Burg Liebenstein!

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aus Wikipedia

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